Freude, wie entsteht sie?

Ist Freude eine Emotion oder ein Gefühl?

Emotionen und Gefühle werden im alltäglichen Sprachgebrauch kaum unterschieden.
Wissenschaftlich betrachtet unterscheiden sich jedoch diese Beiden.

Sprechen wir von Emotionen, so sind das psychophysiologische Vorgänge im Körper. Diese entstehen in uns, unserem Körper, unseren Gedanken, Verhalten oder im Gefühlsleben.

Das Gefühl beschreibt unser subjektives Empfinden, dann wenn wir unserer Emotion folgen.

Wie entsteht Freude?
Hirneigene Botenstoffe, auch Opiate genannt, zu denen auch unsere Endorphine gehören, sind die Auslöser der Freude.
In welchem konkreten Hirnareal dies stattfindet, kann die Neurowissenschaft bislang leider noch nicht klären.
Wo genau Freude und Glück im Gehirn beheimatet sind, darüber wurde bislang ebenfalls noch keine eindeutige Aussage getroffen.

Sind jedoch die Bedürfnisse Sexualität und Hunger gestillt, das haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dann ist Freude vorhanden.

Die Psychologie beschreibt Bedürfnisse als einen Zustand oder das Erleben eines Mangels, mit dem Wunsch, diesen zu beseitigen oder dem wenigstens Abhilfe zu verschaffen.

Freude gibt es bei mannigfaltigen Gelegenheiten und in den unterschiedlichsten Situationen.
Mit computertomografischen Untersuchungen konnte aufgezeigt werden, dass unser Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert wird sobald der Genuss von Essen, Drogen, Sexualität oder Musik vorhanden ist.

Ist Dopamin prinzipiell der Auslöser des Verlangens nach dem Bedürfnis Freude?

Bereits in den 60iger Jahren wurde danach geforscht.
Die These lautete:
Dopamin ist die chemische Basis für die Freude.
Doch jüngere Untersuchungen widersprechen dieser Ansicht.
Dort wird die These aufgestellt, dass das Verlangen eher der Ursprung ist.
Dopamin ist somit ein Verlangen und zeigt damit dem Körper sein Bedürfnis?
Doch ob wir an einer Rose schnuppern, ein leckeres Essen genießen oder uns an der Natur erfreuen, Freude ist oft das Resultat.

Wie können Sie mehr Lebensfreude in Ihr Leben holen?

Zuerst die gute Nachricht, Freude schadet nicht.
Jedoch ist es im Alltag nicht leicht die Motivation zu finden, um dem Tag einen positiven Touch zu geben.
Alltagssorgen, Stress, Hektik und Belastungen trüben unsere Lebensfreude ein, wir sind matt und müde und unser Antrieb stagniert.

Trauer und vermehrte Schicksalsschläge trüben plötzlich unsere Lebensfreude ein und wir denken, dass wir nie wieder aus dem Tal der Tränen und der Trauer auftauchen werden.

Mit Lebensfreude verbinden wir die wundervollen Situationen in unserem Leben, diese verknüpfen wir mit positiven Gefühlen wie Optimismus, Glück, Harmonie und Vertrautheit.
Wir erfreuen uns an unserem Leben und sind dankbar dafür.

Und doch ist es machbar auch in den kleinen Situationen in Lebensfreude zu baden.
Zum Beispiel, wenn wir:

in der Sonne sitzen und uns Sonnenstrahlen liebevoll berühren
Komplimente erhalten
im Radio einem Ohrwurm lauschen
ein Lächeln geschenkt bekommen
einen Spaziergang an der frischen Luft machen und die Gegend genießen, oder
liebevoll umarmt werden

Und noch etwas kann dazu beitragen, dass die Lebensfreude wieder Einzug hält.

Gönnen Sie sich doch mal ab und zu etwas:
Wer in seinem Leben viel Verzicht übt, betreibt Raubbau mit sich selbst.

Wann haben Sie sich das letzte Mal etwas für sich gegönnt?
Was war es, was Sie sich erlaubt haben?
Weshalb erlauben Sie sich nicht mal einen Tag mit sich selbst.
Gehen Sie bummeln in die Stadt.
Gestalten Sie ein gutes Essen, nur für sich selbst.
Gehen Sie in die Sauna, oder machen Sie einfach gar nichts.

Wichtig ist:
Alles was Sie sich erlauben ist ok.
Es sei denn, Sie übertreiben maximal.

Genießen Sie die schönen Seiten des Lebens und erfreuen Sie sich an Ihrer eigens gestalteten Lebensfreude.

Wer sich im Leben freuen kann – der hat mehr vom Leben.

Ich wünsche Ihnen eine freudige Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme