Herbst – die Zeit zwischen Sommer und Winter

Und schon ist er da, der Herbst.
Die farbenfrohe Zeit zwischen Sommer und Winter.
Bunte Blätter fliegen durch die Lüfte, die Pilze sprießen aus der Erde, der Garten und die Wälder bedecken sich mit farbenreichem Laub, Kastanien reifen, Eicheln und die Äpfel fallen von den Bäumen.

Die Natur zeigt uns ihr buntes Herbstkleid und verändert sich in wundervolle Farben, wie Terracotta, Siena oder Indiansummer.
Hier das Rot der Ahornbäume, oder das Orange und Gelb der Kürbissorten, dann das Braun der Blätter sowie das Lila und Rosa der wundervollen Herbstblumen.

Die Eichhörnchen suchen fleißig nach ihrer Winternahrung um diese zu verbuddeln.
Die Sonne bringt uns nochmals wundervolle Tage und die Spinnen bauen ihre filigranen Netze.

Herbst, was bedeutet das?
Der Herbst wird zum Einen beschrieben als der Zeitabschnitt zwischen Sommer und Winter, mit kunterbunten Farben, regnerisch, milder oder sogar goldener und zum Anderen als das Ende einer Epoche, nämlich dem Sommer.
Der Ursprung geht zurück auf das germanische Wort “harbista“, das bedeutet Erntezeit = Herbst.

So wie der Sommer und das Frühjahr, lässt sich auch der Herbst in 3 Teile unterteilen.

Der Frühherbst ist zu erkennen, sobald sich der Holunder dunkelblau, fast schwarz färbt, die ersten Zwetschgen sind reif und Birnen sind nun prall und schmecken köstlich.
Wenn dann die Walnüsse aufplatzen, genau wie die Kastanien vom Baum fallen und die Winzer mit der Weinlese beschäftigt sind dann ist der Herbst mittendrinn.
Sobald dann die ersten Blätter bunt zu Boden fallen, die Temperaturen merklich kühler werden (etwa zum Ende Oktober), die ersten Bäume bereits kahler sind, dann ist er da, der Spätherbt.
Im gregorianischen Kalender, wird der 9. Monat (September) als der erste Monat des Herbstes beschrieben.
Der Name leitet sich ab vom lateinischen “septem“ = sieben.
Denn um 150 v. Ch. war der September noch der siebente Monat des Kalenders.
“octo“ = acht, war der Oktober und “novem“ = neun, der November.

Schon im Mittelalter waren die Herbstmonate gesegnet, was Könige und andere Menschen dazu animierte, den Bund der Ehe, vorwiegend im Oktober, einzugehen.

Gibt es Herbstrituale?
Eines der wohl bekanntesten Rituale, ist Halloween.
Das geht möglicherweise zurück auf die Kelten.
Bei den Kelten wurde das Totenfest “Samhain“ gefeiert, was soviel wie “Ende eines Sommers“ ausdrückt.
Dieses Fest wurde in der 11. Vollmondnacht jeden Jahres gefeiert und verabschiedete den Sommer um dem Winter die Tore zu öffnen.
Zur damaligen Zeit wurde nur in 2 Jahreszeiten unterschieden.
Der Glaube besagte, dass der Sommer, der Zeitraum des Lebens und der Winter, der Zeitraum des Todes wäre.
Doch auch bei den Kelten veränderte sich der Brauch, da der Tod mehr und mehr die Menschen ängstigte.
Um den Tod zu überlisten, verkleideten sich die Menschen besonders furchteinflößend und gespenstisch, um zu demonstrieren, dass sie schon verstorben wären.
Damit die Totengeister besänftigt wurden, legten sie kleine Geschenke vor die Haustüren.
Den Brauch nahmen die Kelten mit bei ihrer Auswanderung nach Amerika.

Und was ist Halloween heute?
Der Herbst-Brauch Halloween zu feiern wird heute mit dem Schnitzen von wunderschönen Kürbissen begonnen.
Partys werden gefeiert und der Übergang zum Allerheiligen-Feiertag wird gefeiert.
Kinder verkleiden sich und sammeln süßes oder saures.
Gruselige Figuren ziehen durch die Straßen und erschrecken Menschen, wenn diese ihnen keine Geschenke anbieten.

Das Wort Halloween stammt ab vom englischen “All Hallows“.
Am Abend des 31. Oktobers wird der Allerheilgenabend gefeiert.
Daraus entstand die Abkürzung Halloween“.

Damit der Herbst für Sie nicht all zu langweilig wird, noch ein kleines Ritual.
Das können Sie mit Ihrem Partner, den Kindern, Freunden, oder nur für sich ganz alleine machen:

Gehen Sie doch durch den Wald spazieren.
Stapfen Sie durch das bunte Laub, wirbeln es mit Ihren Schuhen auf, suchen sie sich einen Baumstumpf, ruhen sich für einen Moment aus und atmen die wundervolle Luft ein, den Duft von Erde und Holz und lassen Ihre Seele baumeln.
Sammeln Sie bunte Blätter im Wald oder Eicheln, Bucheckern und Kastanien.
Kennen Sie noch die Kastanienmännchen aus Ihrer Kindheit?
Basteln Sie sich wieder welche und erfreuen sich täglich daran, oder füllen Sie ein Glas mit den gesammelten Dingen aus dem Wald und stellen dieses auf Ihren Esstisch.
Machen Sie eine Herbstwanderung.
Rucksack oder Ränzel geschnürt und ab geht es.

Begrüßen Sei den Herbst und erfreuen Sie sich an der wundervollen Pracht der Farben.

Ich wünsche Ihnen eine kunterbunte Herbst-Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme