Zuversicht und wie wir diese erlernen können

Ist Zuversicht der Schlüssel zu unserem Glück?
Hilft sie uns im Alltag eindrucksvoll und mit Leichtigkeit die Klippen unseres Lebens zu überspringen?

Kaum etwas spornt uns Menschen mehr an, als die Zuversicht.
Das Vertrauern das der Plan gelingen möge und Konflikte sich auflösen lassen, dass fördert die Lebensbejahung.
Ist Zuversicht, die Quelle, die uns vertrauen lehrt?
Klingt gut, denken Sie?
Das ist es auch.
Wissenschaftler haben erforscht, weshalb es Menschen gibt, die zuversichtlicher in die Zukunft sehen und wiederum andere, die dies nicht tun.

Woran liegt es, dass es Menschen gibt, die zuversichtlicher sind?

Martin Seligmann, der sich seit Jahrzehnten mit der positiven Psychologie beschäftigt, hat sich dem Thema Zuversicht zugewandt.
Er ist der Meinung, dass nicht nur die Suche zu den Wurzeln die Lösung liefert, sondern das die Hinwendung zu den positiven Kräften, die Menschen in sich tragen, mehr angeschaut werden sollten.
Dies zumindest war Forschern schon lange bewusst, dass Menschen über bewundernswerte Anlagen verfügen, die auch in schwerwiegenden Situationen stabile Persönlichkeiten aus ihnen machen.
Jene, die trotz traumatisierter Erlebnisse keinerlei streitsüchtiges, feindseliges oder argwöhnisches Verhalten zeigten.
Offensichtlich eine gute Widerstandsfähigkeit, zu der die Psychologie von heute Resilienz sagt.
Seligmann fordert auf, die Stärken zu stärken um die Schwächen zu schwächen.
Weshalb schauen manche vertrauensvoller in die Zukunft, war eine seiner Fragen.
Wieso gibt es Menschen, die trotz heftiger Prüfungen nie den Glauben an das Gute verlieren?

Gen-Untersuchung, psychologische Testreihen und Hirnscanner brachten weitere Erkenntnisse.
Nicht nur unser Erbgut, sondern auch Erfahrungen, die in der Kindheit gemacht wurden, beeinflussen eine lebensbejahende und zuversichtliche Grundhaltung.
Fazit: Menschen, die positiv denken sind nicht nur gesünder, sondern leben statistisch betrachtet auch länger.

Was bedeutet es zuversichtlicher zu sein?

Zuversicht bedeutet, einen festen Glauben daran zu haben, dass etwas Positives geschieht, oder geschehen wird.
Optimistisch in die Welt zu sehen, den Glauben an sich zu haben und zu Vertrauen, dass es gut ausgehen wird.
Der Kölner würde sagen:
“Et hätt noch immer jot jejange.“
Zum Glück ist Zuversicht ein Zustand den jeder Mensch in sich hat.
In Anbetracht der steigenden Scheidungsraten würden Paare ohne Zuversicht den Weg zum Traualtar nicht machen.

Ist Zuversicht lernbar?
Die gute Nachricht, ja Zuversicht ist trainierbar.
Nur etwa 30 Prozent, so die Wissenschaft, sind im Charakter verankert.
Den Rest machen die positiven Erlebnisse und die bewusste Entscheidung, ob wir positiv oder negativ denken.
Die Wahl hat jeder selbst.
Selbstbestimmung und Übernahme der Verantwortung für das Handeln und Tun sind die Zauberwörter.

Um die Zuversicht zu festigen, ihr mehr Kraft zu verleihen, gibt es eine sehr wirksame Methode und das ist der Einfallsreichtum – unsere Fantasie.
Diese ist, ob alt oder jung zu jeder Zeit einsetzbar.
Fantasie regt uns an und fördert unser Denken, wir kommen in Bewegung.

Erinnern Sie sich für einen Moment an eine Situation, in der Ihnen etwas ausnahmslos gelungen ist.

Was waren die einzelnen Schritte?
Wie ist Ihnen das gelungen?
Wer hat Sie dabei unterstützt?
Was war der Erfolg?
Wie fühlten Sie sich dabei?

Schreiben Sie Ihre Erfolge auf, malen Sie dazu Bilder, kaufen Sie sich Postkarten, die Ihre Erfolgs-Story dokumentieren und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf.

Was auch geht, das sind die Erfolgs-Geschichten Ihrer Idole.
Denn Vorbilder sind Vorbilder, weil wir die Attribute, die wir in diesen Menschen sehen, auch in uns tragen.
Erlauben Sie sich mental in Ihre Stärken zu gehen.

Zum guten Schluss noch eine Frage:

Wissen Sie wer der Gegenspieler der Zuversicht ist?
Das ist die Gewohnheit.

Welchen Weg Sie gehen, das entscheiden Sie.
Doch beklagen Sie sich bitte nicht, wenn es Ihnen aus Versehen gut geht, weil Sie zuversichtlich sind.

Ich wünsche Ihnen eine hoffnungsvolle Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme