Demut, die Macht, die etwas mit uns macht

Albert Schweitzersagte einst, “Demut ist die Fähigkeit, auch zu den kleinsten Dingen des Lebens empor zusehen“.
Demut, was ist das?
Demut, eine Bezeichnung, die aus dem althochdeutschen kommt, beschreibt die “Bereitschaft, etwas als gegeben anzunehmen“.
Dabei ist die eigene Betrachtung eher unwichtig.
Doch die Situation so anzunehmen wie sie ist, ohne zu Klagen, das beschreibt die Demut.
Wer demütig ist, akzeptiert das Unerreichbare ohne Groll und Missgunst.

Die Psychologie schreibt über die Demut, dass diese eine emotionale Haltung ist, die bei der Überwindung des eigenen Narzissmus behilflich sei.

Mut zum Dienen, so beschreibt es der deutsche Germanist, Sportwissenschaftler, Psychologe und Pädagoge, Siegbert A. Warwitz.
Demut auch Bescheidenheit, liegt in genau entgegengesetzter Richtung zur Arroganz.
Sie gibt es als innere Haltung, als auch als äußeren Ausdruck.
Idealerweise stimmen beide überein, müssen es jedoch nicht.
Das bedeutet nicht, dass ein Mensch, der Stolz besitzt nicht auch die innere Haltung von Demut besitzen kann.

In der Religion, bei den Römern und Griechen, war Demut, eine eher gering geachtete Attitüde.
Im Glaubensbekenntnis diente die Demut der Anerkennung der Machtvollkommenheit Gottes und beschrieb die Stellung eines echten Gläubigen.
Das alte Testament setzte Demut dem Hochmut entgegen.
In der heutigen christlichen Spiritualität wird Demut nicht als “ sich klein machen“ bezeichnet, sondern als nüchterne Selbstkritik in seinem sein als Mensch.
In manchen Formen der Religion, stehtnach wie vor die Erniedrigung vor der Demut.

Für manche Menschen ist Demut gleich Dankbarkeit und wer nicht demütig ist, ist auch nicht dankbar.
Die Beschreibung der beiden Worte Demut und Dankbarkeit lauten:

Demut ist Achtung und Genügsamkeit, ab und zu auch Respekt und Bewunderung dessen, was andere tun.
Umgangssprachlich, bescheiden zu sein.

Dankbarkeit ist eine achtsame Haltung.
Die Vergegenwärtigung eines positiven Moments, eines Geschenks voller Hochachtung, dessen, was der Andere Gutes tut.

Lässt sich Demut lernen?
Das Gute ist, ja, das ist lernbar.

Welche Strategien gibt es?
Tipp Nr. 1

Respekt und Akzeptanz:
Respekt, einer der wesentlichen Punkte der Demut.
Wer sich selbst und sein Gegenüber respektiert, der erhält auch Respekt zurück.
Sind Sie ab und an unzufrieden mit sich?
Stellen Sie sich die Frage, weshalb ist das so?
Weshalb akzeptieren Sie sich nicht wie Sie sind?
Sie sind ok so wie Sie sind, akzeptieren Sie das.
Sind Sie krank?
Haben Sie nichts zu essen im Kühlschrank?
Haben Sie kein Geld in der Brieftasche?
Seine Sie dankbar für Ihr Leben, das was Sie haben und respektieren und akzeptieren Sie sich, so wie Sie sind.

Tipp Nr. 2

Wertschätzung:
Wertschätzung ist ein wichtiges Fundament, auf dem die Demut bauen kann.
Denn nur wer sich selbst wertschätzt kann auch Anderen Wertschätzung entgegenbringen und demütig sein.
Wertschätzen bedeutet, sich selbst Raum zugeben und inne zu halten und dasselbe auch mit dem Gegenüber zu tun.
Eine wertschätzende Kommunikation liefert erfahrungsgemäß den Anfang dazu.
Ehrlichkeit mit sich selbst und den Anderen und aktives zuhören sind wichtige Pfeile in der Kommunikation.
Sei du selbst ein Vorbild mit deinem Verhalten.

Tipp Nr. 3

Bescheidenheit:

Ist eine Tugend und lässt sich meist nicht so gut fassen.
Sie äußert sich meist in kleinen Dingen.
Es muss nicht immer das beste Stück von allem sein, die noch teurere Wohnung, das extravagante Haus oder der supertolle Urlaub.
Wer bescheiden ist, verspürt meist genauso viel Glück und Zufriedenheit, wie der, der nicht in Demut und Bescheidenheit lebt.
Menschen die bescheiden sind, teilen das Lob mit anderen und erfreuen sich daran. Der Selbstwert ist nicht abhängig von der Bewunderung anderer.

Bevor die Demut etwas mit Ihnen macht, sollten Sie mutig sein und sich selbst an die eigene Hand nehmen.

Ich wünsche Ihnen eine achtsame Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme