Neid – das Ungeheuer das aus der Tiefe kommt

Neid, eine von insgesamt sieben Todsünden.
Einst definiert vom Papst Georg dem Großen, der damit die menschlichen Abgründe Habgier, Zorn, Wollust, Völlerei, Trägheit, Hochmut und Neid beschrieb.

Wissen Sie was Neid ist, oder waren selbst schon mal neidisch?

Neid – ein Gefühl, das nicht selten geleugnet wird.
“Ich, bin doch nicht neidisch, oder, nicht dass ich neidisch wäre.“

Was steckt dahinter, wenn wir neidisch sind?

In vielen Fällen sind wir nicht auf die Sache die andere Menschen tun neidisch, sondern darauf wie diese es tun.
Meist sind es die eigenen Wünsche, die nicht in Erfüllung gehen und andere sich diese einfach erfüllen.
Es gibt jedoch auch den Neid, von dem wir nicht wissen, weshalb wir neidisch sind.

Professor Antonio Cabrales von der Carlos Universität in Madrid äußert, dass Neid in unseren Genen steckt.
Es sagt:
“Neid hätte schon immer eine wesentliche Rolle in der Evolution der Menschheit gespielt und würde als Wettkampf dienen um die eigenen Ressourcen zu definieren.
Denn nur so war es möglich, den richtigen Sexualpartner für die Fortpflanzung zu finden oder als Autoritätsperson anerkannt zu werden.“

Nicht ohne Grund sagen wir, wenn wir neidisch sind, den Satz;
“Ich könnte Gift und Galle spucken“, denn die Farbe die dem Neid zugeordnet wird ist, ist Gelb.

Neidforscher differenzieren zwischen dem “ungefährlichen“ und dem “gefährlichen“ Neid.
Der Unterschied dieser beiden Neid-Formen ist, dass der gutartige Neid weder zerstörerisch noch bösartig, sondern im Ergebnis positiv ist.
Der gefährliche Neid, macht unzufrieden, ruiniert die Gesundheit und bekämpft unsere positiven Gefühle.
Und je ähnlicher wir uns sind, desto mehr vergleichen wir uns.
Das wiederum weckt ebenfalls den Neid in uns.
Wie einst Hesiod, 700 vor Christus, behauptete:
“Der Töpfer grollt dem Töpfer und der Zimmermann dem Zimmermann, es neidet der Bettler den Bettler und der Sänger den Sänger.“

In den deutschsprachigen Ländern gibt es für den Neid lediglich einen Begriff.
In Russland wird vom “schwarzen Neid“ oder “ weißen Neid“ gesprochen und auch in den arabischen Ländern gibt es dafür 2 Betrachtungsweisen, den “guten und bösen Neid“.

Was können Sie tun gegen das Ungeheuer?
Akzeptanz statt Ablehnung:

Gestehen Sie sich ein, dass Sie neidisch sind.
Anzuerkennen, dass es so ist wie es ist, ist meist der erste Schritt auf Ihrem Weg zum Wandel.
Akzeptieren Sie, dass sie neidisch sind und nehmen Sie diese Challenge an.

Was ist dran an den Gefühlen:

Hinterfragen Sie das Gefühl.
Stimmt es, dass es Ihnen um so viel besser gehen würde, wenn Sie ein Leben hätten wie…….?
Wären Sie wirklich glücklicher, wenn Sie einen anderen Beruf erlernt hätten?
Das Betrachten der eigenen Lücken liefert Ihnen die Möglichkeit neue Weg zu gehen.
Machen Sie sich bitte bewusst, es ist nie zu spät etwas Neues zu beginnen.

Was möchte mir der Neid zeigen:

Wenn Sie das nächste mal wieder dem Ungeheuer Neid zum Opfer fallen dann fragen Sie sich:
Was brauche ich um das, was mein Gegenüber hat oder kann auch zu erreichen?
Wie komme ich dahin und wer kann mir dabei helfen?

Das nennt sich verwandeln – aus dem Ungeheuer wird eine Fee.

Stärken stärken:

Kennen Sie Ihre Stärken?
Setzen Sie diese auch täglich ein?
Wofür werden Sie geschätzt und was ist das tolle an Ihnen?
Sollte es Ihnen schwer fallen, diese Fragen zu beantworten, dann fragen Sie doch Ihre Freunde oder Ihre Familienangehörigen.

Dankbarkeit:

Wann waren Sie zuletzt dankbar, glücklich und zufrieden?

Vielleicht denken Sie einmal darüber nach was Sie haben und nicht an das, was Sie nicht haben.
Seien Sie dankbar.

Neid ist die ehrlichste und wertschätzendste Art, Ihnen zu sagen, dass Sie alles richtig machen.

Ich wünsche Ihnen eine glückliche Woche.
Passen Sie gut auf sich auf.

Ihre
Sabine Lahme