Opferrolle, weshalb sie so bequem ist

Die Opferrolle, eine der beliebtesten Rollen die Menschen annehmen, um keine Verantwortung für Ihr Handeln und Tun zu übernehmen.

Haben Sie auch ab und zu das Gefühl in der Opferrolle zu stecken?

Opferrolle, wie entsteht diese?
In unserem Leben begegnen uns täglich Situationen in denen wir gefordert sind.
Ob das nun der Tod eines geliebten Menschen, der Verlust des Arbeitsplatzes, eine Erkrankung mit ungewissem Ausgang, Trennung vom Partner oder das Entdecken einer Affäre des Partners ist.
Jede dieser Situationen macht uns unsicher, machtlos und lässt uns manchesmal erstarren.

Die meisten Menschen ärgern sich, werden wütend über die Lage in die sie gebracht werden und die sie nicht verursacht haben, sie werden böse und verbittert.
Der Leidensdruck wird von Tag zu Tag größer und ein Ende ist meist nicht in Sicht.
Herzlich Willkommen in der Opferrolle und kopfüber in das Fass voller Leidtun, in das Tal der Schuldzuweisungen und in die Suhlkuhle des Jammerns.

Was ist der Grund für die Opferrolle?
Wer in die Opferrolle schlüpft möchte gerne bemitleidet werden, übernimmt keine Verantwortung für das Geschehene und entzieht sich auch dieser.
Menschen die im Opfer leben möchten sich nicht der Angst stellen.
Sie haben Angst vor einem Wandel oder Angst davor, die eigene Verantwortung für das Handeln und Tun, damit auch verbunden, das Tragen der Konsequenzen zu übernehmen.
Für das Jammern und Leiden, bekommt der Leidende Aufmerksamkeit, für den Wandel nicht.
Da liegt es doch nahe, lieber in der Opferrolle zu bleiben, auch wenn sie durch die Aufmerksamkeit von Anderen nicht schmerzfreier wird.
Denn hinter vielen Opferrollen liegt meist ein sehr schmerzhafter Prozess, den viele nicht gelernt haben zu durchschreiten.
Und mal ehrlich, es ist doch leichter den Verursacher der Situation nicht bei sich zu suchen, oder?
Dann hat eben der Andere Schuld und ich brauche nicht Erwachsen werden und bekomme noch dazu Aufmerksamkeit!
Doch Schmerz ist auch dazu da uns zu zeigen dass es nach Wandel geradezu schreit.

Stellen Sie sich bitte folgende Fragen:

Wie wäre es, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die in Ihrem Leben positiv sind?
Was in Ihrem Leben wäre anders, wenn Sie glücklich wären und es Ihnen gut ginge?
Wie wäre es, wenn Sie nicht mehr täglich jammern würden und Verantwortung für ihr Leben übernehmen?
Was wäre dann anders?

Was ist die Lösung um aus der Opferrolle auszusteigen?

Der erste Schritt um aus der Opferrolle auszusteigen, ist zu akzeptieren, dass Sie in dieser Rolle sind.

Frage 1:
Können Sie die Situation akzeptieren?

Was gewinnen Sie, wenn Sie das was Sie nicht ändern können akzeptieren?
Akzeptieren ist nicht resignieren, sondern wandeln.

Frage 2:
Können Sie die Situation ändern?

Wer kann Sie unterstützen um aus dieser Lage heraus zu kommen?
Was können Sie verändern und was ist nicht veränderbar?

Frage 3:
Wenn ich es nicht verändern kann, kann ich es akzeptieren?

Zum Schluss noch eine kleine Übung:
Setzen Sie sich hin und gehen step by step durch die Übung.
Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich ein Blatt Papier und einen Stift bereit legen.

Als aller erstes nehmen Sie die Situation so an, wie sie ist.
So ist es jetzt!

Dann analysieren Sie die Situation – jedoch ohne Bewertung.
Der nächste step heißt Aufwand vs. Gewinn
Welchen Aufwand betreibe ich und was ist mein Nutzen/Gewinn.
Nun sehen Sie sich die positiven Dinge an, trotz schwieriger Situation.
Bsp.: Sie leben…….
Und als letzter Schritt.

Sind Sie dankbar.

Schmerzen sind unausweichlich – Leiden dagegen eine freiwillige Entscheidung.

Ich wünsche Ihnen eine “verantwortungsbewusste“ Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme