Lernen Sie “Nein“ zu sagen

Können Sie “Nein“ sagen?

Vielen Menschen fällt es schwer “Nein“ zu sagen.

Was sind die Gründe dafür?

Menschen, die schlecht “Nein“ sagen können, haben gelernt, selbst wenn der Arbeitstisch überquillt, trotzdem Arbeitsaufträge anzunehmen.
Sie fühlen sich verantwortlich dafür, dass alle Arbeiten (auch im Privatleben) sofort zu erledigen sind und ein “Nein“ nicht ok ist.
Und so wie sie sich für die Arbeiten verantwortlich fühlen, so übernehmen Sie auch Verantwortung für die Gefühlswelten der Anderen.
Wenn ich jetzt “Nein“ sage, dann ist mein Gegenüber von mir enttäuscht…..etc.

Diese oder ähnliche Gedanken gehen durch den Kopf der Menschen, die nicht gelernt haben “Nein“ zu sagen.

Menschen, die nicht “Nein“ sagen können

– mutmaßen
 häufig, was sich der Andere wünscht
– stellen ihre Bedürfnisse hinten an und
– richten sich danach,
was andere von ihnen erwarten
– fühlen sich dafür verantwortlich, dass es Anderen gut geht
– versuchen alle zufriedenzustellen
– sprechen nicht klar über ihre
 eigenen Wünsche und Bedürfnisse

Was können Sie tun um “Nein“ zu sagen?
Schrauben Sie Ihre überhöhten Erwartungen zurück

Überhöhte – berufliche und private – Erwartungen halten vielfach der Realität nicht stand und werden von der Wirklichkeit „eingeholt“. Wenn die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu groß ist, kommt es zu Stress. Werden die Erwartungen und Wünsche auf ein realistisches Maß zurückgeschraubt, entlastet dies alle Beteiligten und schafft individuelle Freiräume.

Denken Sie, bei all der Arbeit, die Sie tun, auch an sich

sonst kann das ernsthafte Konsequenzen für das Privatleben haben.
Mit der Zeit verkümmert dann Ihre Beziehung, Streit und Angriff sind das Resultat und zusätzlich, nagt das auch noch an Ihrer Kraft und Freude.
Dem Tempo und dem Druck – Hauptfaktoren für den Stress können wir uns an manchen Tagen kaum entziehen.
Dennoch sollten Sie Ihr persönliches Tempo auf ein realistisches Ziel hin überprüfen und regulieren.
Schrauben Sie Ihr Überengagement so herunter, dass Sie ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Entspannung empfinden.

Führen Sie ein gesundes „bewegtes“ Leben

Damit sich Ihre Kraftreserven auffüllen, braucht der Organismus neben genügend Schlaf und „gesunder Nahrung“ auch ausreichend körperliche Betätigung. Vermeiden Sie alle riskanten Sportarten, außer, diese machen Ihnen Spaß. Versuchen Sie stattdessen sich regelmäßig körperlich zu betätigen.
Das kann, neben Yoga, Pilates und Meditation, auch der tägliche Spaziergang, die Gartenarbeit und das Schwimmen sein.
Auch Radfahren tut dem Körper gut und macht den Kopf und die Psyche frei.

Setzen Sie sich und anderen Grenzen

Das bedeutet, “Nein“ zu sagen– zu sich und anderen.
Fällt es Ihnen schwer, sich und anderen Grenzen zu setzen? Machen Sie sich bitte bewusst, wer sich und anderen keine Grenze setzt, dem wird irgendwann die Puste ausgehen.
Nicht jede Arbeit muss sofort und auch die meisten Wünsche müssen nicht umgehend erfüllt werden.
Sorgen Sie für sich, werden Sie „gesund egoistisch“. Das heißt, in weiser Voraussicht zu handeln, um die eigenen Ressourcen nicht zu verschleißen.

Machen Sie sich bewusst, wer “Ja“ sagen kann, kann auch “Nein“ sagen.
Ein “Nein“ zu Anderen ist ein “Ja“ zu mir selbst
.

Ich wünsche Ihnen eine wachsame Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme