Konflikte in der Beziehung und wie es anders geht

Konflikte, einer der wesentlichsten Gründe, weshalb es in vielen Beziehungen zwischen den Paaren zu Streitgesprächen kommt.
Wer redet schon gerne über Konflikte!
Wichtige Gespräche kommen in einer Partnerschaft eher zu kurz.
Zumal viele Menschen nicht so gerne in eine Konflikt-Kommunikation gehen, sondern sich lieber davor drücken.

Manche haben den Eindruck, wenn Konflikte anstehen, dass sie bei ihrem Partner kein Gehör finden.
Wiederum Andere erzählen, dass sie gar nicht über ihre Konflikte reden, sondern diese runterschlucken und oft sogar verdrängen.

Das ist mir zu anstrengend, ständig diskutieren zu müssen.
Mein Partner ist mir bei Konflikten zu emotional, damit kann ich nicht umgehen.
Ich komme nicht zu Wort. Nie darf ich ausreden.
So klingen häufige Aussagen, die ich höre, wenn es um die Konflikt-Kommunikation zwischen den Paaren geht.

Konflikt- Kommunikation ist nicht einfach, doch sie ist einfach lernbar.

Besser ist, miteinander zu reden um die Konflikte und Knacknüsse aus der Welt zu schaffen.

Was ist Kommunikation?

Kommunikation ist der Austausch von Informationen.
D. h. es ist ein Geben und Nehmen und somit ein Transfer von Botschaften.

Im Lateinischen ist die Deutung von Kommunikation – communicare –
teilen, teilnehmen lassen, mitteilen, gemeinsam machen.

Das heißt:
Wessen Sprache ich spreche, dessen Wort ich verstehe.

Vor allem in der Konflikt-Kommunikation ist es wichtig, die gleiche Sprache zu sprechen.

Viele Paar streiten sich, keiner hört dem Anderen zu. Alle versuchen sich nur noch zu verteidigen, Botschaften werden nicht mehr wahrgenommen und gehen wegen dem Durcheinander-Gerede verloren.

Doch, wie entsteht ein Konflikt?

Ein Konflikt entsteht in einer Beziehung

sobald zwei Personen sich uneinig sind.
eine Lösung unmöglich ist.
die Wucht des Gespräches zunimmt und
die Tendenz zur Eskalation besteht.
Meist entsteht in Konflikten ein sogenannter Teufelskreis.

Beim Teufelskreis gibt es weder Anfang noch Ende.
Die Konflikt-Partner reagieren auf die Vorhaltungen und Vorwürfe des Anderen.
In einem Teufelskreis gibt es einen Verfolger und Einen der sich verfolgt fühlt. Während nun der Eine verzweifelt versucht der Konflikt-Kommunikation zu entfliehen und wegrennt, versucht der Andere mit zunehmendem Unverständnis den Anderen zu verfolgen. Das wiederum provoziert Beide und die Konflikt-Situation droht zu eskalieren.

Leben Paare diese Art von Konflikt-Kommunikation öfter, entsteht so ein Streitmuster. Jedes Muster, so auch unser Konflikt-Streitmuster, wird in unserem Gehirn abgespeichert. Und je mehr wir streiten, umso mehr automatisiert sich ihr Konflikt-Muster.

Denken sie bitte für einen Moment an die Zeit als sie Autofahren gelernt haben.
Wie war das damals mit Bremse und Kupplung und wie automatisiert ist für sie heute das Autofahren.

Ich nenne das die 8-spurige Daten-Autobahn in unserem Gehirn. Diese Daten-Autobahnen = Konflikt-Muster, werden, bei regelmäßiger Übung, in unserem Gehirn programmiert und sind jederzeit wieder abrufbar.

Um nun aus diesem unschönen Streit-Muster heraus zu gehen, ist es nötig durch eine gezielte Musterunterbrechung ein neues positives Konflikt- und Kommunikations-Muster anzulegen.

Das ist anfänglich ein Feldweg, der zudem anstrengend zu gehen ist(denn das alte Muster ist ja gut trainiert), doch wird dieser mit jeder Trainingseinheit breit und breiter.
Damit das neue Muster zum Erfolg führt üben sie das neue Kommunikations-Muster in Ihrem Beziehungs-Alltag.
Dafür brauchen sie ein wenig Geduld.

Machen Sie sich bewusst, jedes Paar sowie jede Persönlichkeit hat sein ganz individuelles Muster.
Diese Muster bewusst zu machen, schafft Raum für so viel Veränderung.
Manchmal ist es ein schmerzhafter Prozess, das Gewohnte zu verlassen.

Doch mit ein wenig Mut und viel Geduld, wird aus einer unschönen Beziehung eine wundervolle vertrauensvolle Partnerschaft.

Ich wünsche Ihnen eine partnerschaftliche Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme