Wieso zerbricht eine Liebe?

Liebe, was ist das?
Die Liebe ist ein Gefühl.
Eine tiefe Bewunderung, eine große Wertschätzung, Vertrautheit, das Gefühl von Sicherheit welche der oder die Partner/-in ausstrahlt und mehr als die Empfindung, befreundet zu sein.

Erfahrungsgemäß beginnt die Liebe mit dem Verliebt sein.
Verliebt sein bedeutet, dass das Gehirn eine übermäßige Ausschüttung von Hormonen vornimmt, bei der unser Bewusstsein sprichwörtlich „ver-rückt“ spielt und die Wahrnehmung eingetrübt wird.
Diese Überflutung des Gehirns kann zu Fehlinformationen führen.
Wir übersehen gerne die Makel, Marotten und Ticks des Anderen und erleben ausschließlich positives, gleichwohl diese Nachrichten fehlerbehaftet oder gänzlich falsch sein können.

Schmetterlinge im Bauch, rosarote oder hellblaue Brille, ohne den Anderen nicht mehr sein können und die übergroßen Gefühle von Zuneigung.
Dieses Gefühl vom Verliebt sein kann zu Ende gehen oder, optimaler weise, übergehen in die Liebe.

Schon ein paar Jahre später kann sie zu Ende sein, dann wenn die Liebe nicht gepflegt wird.

Wir streben alle danach, Liebe zu erfahren und zu geben zu dürfen.
Möchten uns verbunden fühlen und haben den tiefen Wunsch, dass wir, so wie wir sind, ok sind.
Und nichts ist schwieriger wie das Thema, denn nicht umsonst trennen sich jährlich viele Paare.

Was sind die Gründe?

Nicht der Beziehungspartner ist verantwortlich für die Liebe, oder dafür, dass die Beziehung gelingt.
Nein, dass ist jeder selbst.
Jeder in einer Beziehung benötigt neben einem stabilen “WIR“ auch ein gesundes “ ICH“ und für das ist jeder selbst verantwortlich.
Doch in den Beziehungen, die missglücken, wird der Partner für den eigenen Mangel verantwortlich gemacht.
Für das ICH, die Liebe, das Glück und für die eigene Zufriedenheit.
Machen Sie sich bitte bewusst, dass Ihr Partner keine Bürgschaft für Ihre Defizite übernommen hat und diese auch nicht bearbeiten kann.

Diese Bürgschaft führt in einer Partnerschaft auf dem direkten Weg in die Kontrolle, von dort weiter in die Angst.
Angst nicht genug geliebt zu werden, Angst den Andern zu verlieren, Angst zu versagen bis hin zur Angst in der Freiheit beschnitten zu werden.
Ist die Saat von Verlust- und Ablehnungsängsten erst gelegt, dann wird kontrolliert um die Angst in den Griff zu bekommen.
Derjenige, der kontrolliert, erhofft sich über die Kontrolle das emotionale Durcheinander in den Griff zu bekommen.
Dabei schließt Kontrolle die Liebe aus und der Teufelskreis nimmt seinen Lauf.
Mutmaßungen, Unterstellungen und Annahmen sind an der Tagesordnung, Reaktionen und Verhaltensweisen werden analysiert.
Der Partner wird mehr und mehr kontrolliert, die Situationen spitzen sich zu.
Emotionales Sterben vs. Trennung –Befreiung vs. Leidenschaftslosigkeit.

Jetzt werden Bedingungen gestellt.
Wenn Du mich lieben würdest, dann……
Meine Liebe ist größer als Deine, denn…….
Du kannst mich ja gar nicht so lieben, denn dann würdest Du ja…….

Vorwürfe, Angriffe, Rückzug bis hin zum Stillstand in der Beziehung sind meist die Folgen.

Was können Sie tun?

Machen Sie Ihren Partner nicht zum Spielball Ihres emotionalen Defizits.

Stellen Sie sich die Fragen:

Was fehlt mir?
Was brauche ich?
Wer könnte mir helfen, mein emotionales Durcheinander aufzuräumen?
Weshalb mache ich mich abhängig von der Liebe meines Gegenübers?
Egal, wie Sie sich entscheiden, eines ist wichtig;

Worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit in der Beziehung richten, dahin wird die Energie fließen.
Ob Liebe oder Kampf, Sie entscheiden das.