Wandern

Wandern, genau so wie Bergsteigen, ist wissenschaftlich erwiesen gut für Körper, Geist und Seele.

Ob es nun ist, dass wir die Natur genießen, kräftig die frische Luft ein- und ausatmen oder in der Bergwelt eine Pause machen.
Wandern, so sagt die Wissenschaft ist gesund.

Nicht nur als Prävention, sondern auch als Begleittherapie, wird Wandern in vielen Rehabilitationskliniken angeboten.
Denn mehr und mehr nehmen Zivilisationskrankheiten, wie Stress, Burnout, zu hohe Blutzucker- oder Cholesterinwerte, Bluthochdruck oder Herzerkrankungen zu.

Doch weshalb ist Wandern so gesund?

Ähnlich wie beim Tanzen oder Joggen sorgt Wandern für neue neuronale Verbindungen im Gehirn.
Das bedeutet, wir werden kreativer, finden schneller Lösungen und das Grübeln verringert sich ebenso.
Durch die vielen und neuen Eindrücke kommt unser Gehirn auf Trapp.
Wandern hat zusätzlich positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel und auf das Immunsystem.
Jeder Anstieg beim Marschieren ist eine zusätzliche Übungseinheit für das Herz-Kreislaufsystem.
Die Muskulatur und unser Stützgerüst werden gekräftigt, das Herz und der Kreislauf gestärkt und die Atmung und der Stoffwechsel verbessert.
Die Risiken für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen nehmen um die Hälfte ab.

Neueste Untersuchungen sprechen sogar darüber, dass das Krebsrisiko durch Wandern gesenkt werden kann.
Sogar Erkrankungen wie AD(H)S und Demenz lassen sich dadurch lindern.
Durch die Erhöhung der Durchblutung im Gehirn wird gelichzeitig der Abbau von Nervengewebe verringert.
Parallel dazu, wird das kognitive Leistungsvermögen erhöht und die Produktion von neuen Erneuerungs-Gehirnzellen gesteigert.

Und der psychische Effekt ist auch nicht von der Hand zu weisen.

Gedankenkreisel nehmen ab
Ängste werden weniger
Stress nimmt ab
die Produktion von Serotonin und Dopamin wird gesteigert
Grübeln lässt sich in kreative Lösungen verändern

Trübe Gedanken, ja sogar schwermütige Verstimmungen lassen sich vertreiben.
Denn durch das Wandern beanspruchen wir einen sehr großen Teil unseres Gehirns.
Somit haben wir keine Zeit den trüben Gedanken nachzugehen und zudem ist unser Kopf mit den Eindrücken der Natur beschäftigt.

Und der schöne Nebeneffekt, Wandern verbraucht auch noch viele Kalorien.
Und noch mehr passiert.
Die Landschaft beruhigt unseren Geist.

Es gibt auch Nebenwirkungen beim Wandern.

Dann wenn Sie die Wandertouren übertreiben, nicht genügend trinken und essen, das Schuhwerk ungenügend ist oder die ganze Zeit geredet wird, dann wird Wandern zum Risiko.
Sorgen Sie dafür, dass Sie die ersten Wandertouren nicht übertreiben, gönnen Sie sich regelmäßige Pausen, trinken genügend und essen energiereiche Nahrung.
Kaufen Sie sich gute Wanderbekleidung und lassen Sie sich von erfahrenen Fachkräften beraten.
Und vor allem, gehen Sie ruhig, achtsam und gelassen durch die Natur.
Dazu gehört auch, ab und an zu schweigen und die Ruhe zu genießen.
Bleiben Sie regelmäßig stehen und genießen die Stille, die Sie in der Natur noch erfahren können.

Was hindert Sie also Ihr Bündel zu schnüren, die Stiefel anzuziehen und eine Geniesertour zu machen?

Ich wünsche Ihnen eine erholsame Woche.
Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme