Weshalb fällt uns ein Neustart so schwer?

Viele Menschen wissen, dass Ihnen ein Neustart gut tun würde.

Einfach die Reset-Taste drücken und alle Konflikte und Probleme wären von jetzt auf gleich verschwunden.
Leichter gesagt als getan.

Es ist gerade nicht so einfach sich zu wandeln – alteingeschliffene Verhaltens-Muster zu verändern.
Da mischen Ängste, Beklemmungen und Abschiednehmen mit, wir fürchten uns vor dem Neuen und sehnen uns nach unserer Hängematte.
In dieser fühlen wird uns allerdings unwohl, doch sie schafft auch Sicherheit und ist meist Gewohnheit.

Was ist so schwierig am Neustart und wie können wir lernen Wandel in unserem Leben zu akzeptieren?

Wandel, das ist Entwicklung, Abschied und Neustart.

Wandel das ist Neubeginn und wo etwas Neues beginnt, dürfen wir uns vom Alten lösen.
Das gefällt uns nicht so sehr, denn das haben wir von klein auf nicht gelernt.
Wir sind gewohnt festzuhalten, denn loslassen birgt für uns meist unangenehme Konsequenzen.
Von Geburt an haben wir erfahren, dass uns Bindungen Sicherheiten geben.
Sicherheit gehört zu unseren biologischen Grundbedürfnissen, die wir nur ungerne aufgeben.
Aus diesem Grund enthält der Neustart für uns grundsätzlich Unvorhersehbares.
Dadurch entsteht bei einem Großteil der Menschen Furcht, Angst oder Unbehagen.
Diese Empfindungen lehnt das Gehirn ab und versucht möglichst solche Prozesse zu umgehen, da sie Energiefresser sind.
Wenn wir automatisiert Dinge tun, so belohnt unser Gehirn uns mit den körpereigenen Morphinen.
Somit hält der Akt des Loslassens für uns ein hohes Maß an Unwägbarkeiten.

Was hilft beim Neustart?

Machen Sie sich bewusst, die ersten Schritte Ihres Wandels werden anstrengend.
Ob Sie sich trennen, den Arbeitsplatz wechseln, in eine andere Stadt ziehen, oder ein Verhaltens-Muster verändern, in jedem dieser Dinge steckt eine neue Chance.

Diese Chancen könnten wie folgt aussehen:

Sie treffen neue Kollegen
können plötzlich Alleine sein
lernen einen Partner kennen
erfreuen sich am frischem Wind im Freundeskreis
fühlen sich in der neuen Stadt pudelwohl
Sind das nicht wundervolle Aussichten?

Wie schaffen Sie Ihren Neustart?

Machen Sie kleine Schritte.
Seien Sie mutig.
Stehen Sie zu Ihren Defiziten.
Seien Sie stolz auf sich.
Reden Sie mit Freunden über Ihr neues Projekt „Wandel“.
Verlangen Sie nicht zu viel von sich.
Holen Sie sich Unterstützung bei einem Coach.
Legen Sie sich ein Tagebuch zu und notieren Sie alle positiven Fortschritte.
Belohnen Sie sich für Ihre ersten positiven Schritte.
Sprechen Sie mit Ihren Freunden über die Neuigkeiten in Ihrem Leben.

Sie dürfen auch gerne in Ihrem alten Muster bleiben.
Das ist auch eine Entscheidung.
Dann bitte ohne Jammern, Murren und bitte keine Opferhaltung.

Es ist Ihre Entscheidung – wandeln oder nicht.

Ich wünsche Ihnen eine sorglose Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme