Freundschaft, warum sie so wichtig ist

Ein Freund, ein guter Freund,
das ist das Beste, was es gibt auf der Welt.
So gaben es die Comedian Harmonist´s zum Besten.
Und Carol King sang:
You´ve got a friend.

Freundschaft, das ist eine Seele, die in zwei Körpern lebt, so hat es der griechische Philosoph Aristoteles formuliert.

Freundschaft, was ist das?

Eine Freundschaft ist oft mehr als eine Liebesbeziehung.
Freundschaften sind gewachsene Beziehungen voller Vertrauen.
Freunde/Freundinnen sind da, dann wenn es schwierig ist und gehen mit dir durch „dick und dünn“.

Das Wort „dick“ kommt aus dem Altdeutschen und lautete früher „dicht“.
Denn früher galt ein Freund als treu, wenn er mit seinem Kameraden durch „dichte“ Wälder streifte.
Denn dort, im undurchlässigen Unterholz lauerten früher Diebe und Räuber die nur darauf warteten Beute zu machen.

Wissenschaftlich belegt ist, dass Freundschaften eine wesentliche Rolle in schwierigen Zeiten spielen. Das mag zum Einen daran liegen dass wir uns unsere Freundschaften selbst aussuchen können – Verwandte leider oft nicht – und zum Anderen daran, das wir mit unseren engsten Freunden auch gerne in Tiefen abtauchen.
Diese Gesprächstiefen helfen dabei Lösungen zu finden und sorgen dafür, dass wir das Gefühl bekommen, nicht alleine zu sein.
Und das ist nicht nur in schwierigen Zeiten wichtig.

Was sind die Zutaten einer guten und stabilen Freundschaft?

Ein wesentlicher Teil einer Freundschaft ist Vertrauen.
Den Mut zu haben, dem Freund alles anvertrauen zu können, was belastend ist.
Mit ihm alle Sorgen und Nöte besprechen zu dürfe.
Freud und Leid zu teilen, ohne sich dabei bewertet zu fühlen.
Eine weitere Beilage ist die Freiwilligkeit.
Jeder ist mit dem Anderen freiwillig und ohne Erwartung befreundet.
Das bedeutet zwang frei und aus eigenen Stücken.

Eine Freundschaft ist oft selten und kostbar, sie dienst als Kummerkasten, ist Seelentröster, Glücksteiler und Lösungsfinder.

Welche Auswirkungen eine Freundschaft auf die Psyche und die Gesundheit eines Menschen hat, das ist erst seit kurzem wissenschaftlich erforscht.
Erwiesen ist bislang, dass sie enormen Anteil an unserem Glück hat und zu unserer Gesundung beiträgt.

In einem Freiburger Forschungsprojekt wurde festgestellt, dass alleine die Gegenwart eines Freundes, die Ausschüttung des Stresshormons „Cortisol“ hemmt.
Eine britische Studie belegt, dass der bloße Gedanke an einen Freund, dafür sorgt, dass ein steiler Aufstieg bei einer Bergwanderung einfacher erscheint.

Einen wesentlichen Unterschied bei Freundschaften gibt es zwischen Frauen- und Männer-Freundschaften.
Frauen-Freundschaften sind eher emotional.
Frauen sprechen über Kindererziehung, ihrer Unzufriedenheit in der Beziehung, über ihr Gewicht und die neueste Mode.
Eine Männer-Freundschaften ist häufig geprägt vom Austausch über den beruflichen Erfolg die Fußballergebnisse, den Vorgesetzten oder die Börsenkurse.
Vielfach über das, was „Mann“ eben besonders gut kann.
Das bedeutet nicht, dass es keine emotionalen Männer-Freundschaften gibt.
Diese stehen doch eher im Hintergrund.

Behandeln sie ihre Freundschaft mit viel Wertschätzung und vergessen Sie nicht diese zu pflegen, wie ein Pflänzchen.
Denn das geht ohne Nahrung und ohne gute Pflege auch ein.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihren Freund/Ihre Freundin gefragt:
„Geht es Dir gut? oder „Wie geht es Dir?

Pflegen Sie Ihre Freundschaft, denn sie ist es wert.

Ich wünsche Ihnen eine freundschaftliche Woche.
Passen Sie gut auf sich auf.

Ihre
Sabine Lahme