Vom Schenken und beschenkt werden

Schenken und beschenkt werden sind Bräuche, die gerade in der Weihnachtszeit bei uns Menschen einen großen Platz einnehmen.

Wir rennen durch die Städte, besuchen Weihnachtsmärkte, studieren Wunschlisten, immer auf der Suche nach dem ultimativen Geschenk.
Wir verbringen Stunden mit der Verpackung.
Können es manchesmal fast nicht aushalten, bis der Beschenkte sein Paket auspackt. Und sind nicht selten gespannt, womit wir denn so überrascht werden.

Schenken ist ursprünglich auf die Worte

• „skankija“ aus dem Westgermanischen
• „skenka“ aus dem Altfränkischen und
• „scenca“ aus dem Altenglischen

zurückzuführen und bedeutet einschenken.

Das beschreibt ein Glas zum Einschenken schräg halten.
Ein Ritual wie früher beim Göttertrank und wie die Opferbeigabe von Schalen in Gräbern, die teilweise bis in die heutige Zeit beigegeben werden.

Noch heute gelten Geschenke, ob zur Weihnachtszeit, zu Ostern, bei Hochzeiten, zur Taufe oder zu Geburtstagen, als Ritual des Schenkens.

Die pure Freude überkommt uns, beim Gedanken, dass wir etwas wundervolles für den geliebten Partner, besten Freund, die beste Freundin, die Kinder, den Hund usw. gefunden haben.
Weshalb ist das so?

Was passiert da in unserem Gehirn?
Was ist der Grund, dass wir uns freuen, wenn wir schenken oder beschenkt werden?
Macht uns Schenken und beschenkt werden glücklich?

Das wollten Forscher an der Universität Zürich auch wissen.
Sie luden Probanden ein und versprachen ihnen wöchentlich 25 Franken zu schicken.
Die eine Hälfte der Probanden musste zusagen, dass sie damit Andere großzügig beschenken, die andere Hälfte sollte das Geld für sich ausgeben.
Anhand der Magnetresonanztomografie schauten die Forscher in die Hirnareale der Probanden und stellten fest, dass diejenigen, die auf Schenken programmiert waren, eine erhöhte Aktivität in dem Hirnbereich hatten, der für unser wohliges Glücksgefühl zuständig ist.
Jedoch ist nicht das Tun entscheidend, so das Ergebnis der Forscher, sondern der alleinige Vorsatz etwas zu Tun.

Fazit:
Maßgeblich ist schon der Vorsatz großzügig zu sein.
Dieser Vorsatz sorgt im Gehirn für den Wandel und macht uns glücklich.

Also schenken Sie mit vollen Händen, denn nur so erhalten Sie einen „Return on Invest“.
Das bedeutet doppelte Freude = doppeltes Glück.
Ist das nicht eine Investition wert.
Und kosten muss es ja auch nicht viel.
Es reicht eine Geste, denn diese schafft Freude, Glück und neue Gelegenheiten.

Ich wünsche Ihnen eine
ereignisreiche Woche.
Ihre
Sabine Lahme