Brett vor dem Kopf

Heute habe ich des Gefühl ich habe ein Brett vor dem Kopf.
In mir tauchte kein Impuls auf, worüber ich diese Woche schreiben könnte.
Was lag da näher, als genau über das zu schreiben.

Nutzen wir die Redewendung – der hat doch „ein Brett vor dem Kopf“, so meinen wir, das der Mensch, der uns gegenüber steht

• begriffsstutzig ist
• sich unmöglich verhält
• keine Lösung für seine Problematik findet
• sich sogar extra „dumm“ benimmt

Woher kommt diese Redensart:

Ursprünglich aus dem bäuerlichen Bereich.
Im Mittelalter war es Sitte generell Ochsen als Zugtiere für die schwere Feldarbeit zu nutzen.
Jedoch sind Ochsen aus Erfahrung eher störrisch. Deshalb versuchten die Bauern mit einem Ochsen-Geschirr, den Ochsen weniger Freiheit zu lassen und unterdrückten so die Dickschädeligkeit dieser Tiere.
Das wurde früher Kopfgeschirr genannt und sorgte dafür, dass diesen Tieren die Sicht genommen wurde. Denn Ochsen sind schreckhaft und wenn sie sich scheuten auch schwer zu bändigen.
Somit konnte der Bauer die Zug-Ochsen besser führen und die schwere Feldarbeit mit diesen Tieren wurde leichter.
Eine weitere Version könnte das hölzerne Stirnjoch sein. Das wurde den Ochsen früher vor die Hörner gelegt. Da Ochsen gerne im Sprachgebrauch als „dumm“ bezeichnet werden liegt die Vermutung nahe, dass das Stirnjoch das Denken behindern könnte und sich so die Redewendung entwickelt hat, denn ursprünglich wurde diese Formulierung nicht mit dem Denkvermögen in Zusammenhang gebracht.
Heute benutzen wir die Redewendung wenn

• wir etwas nicht sofort verstehen
• uns das was wir sagen möchten nicht einfällt
• wir den Zusammenhang nicht nachvollziehen können

Ein Brett haben wir nur dann vor dem Kopf, wenn wir gerade in unserem Gehirn nicht in das Areal kommen in dem wir das, was wir gerade suchen schon einmal abgespeichert haben. Wir brauchen dann eine andere geistige Bewegung.

Dazu eine Übung:
Um wieder kreativ zu werden, dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, ist es jetzt sinnvoll sich zu bewegen:

• stehen Sie auf
• gehen sie aus der Situation
• holen Sie sich einen Kaffee/Tee
• machen Sie das Fenster auf und lassen frische Luft in den Raum

Denn schon eine kurze Bewegung regt Ihr Gehirn an und die neuronalen Verbindungen in Ihrem Gehirn werden wieder aktiv.
Probieren Sie es aus.

Ich wünsche Ihnen eine kreative Woche.
Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme