Trennung und Trennungsschmerz

Maite Kelly + Ihr Ehemann haben sich getrennt.
So lautete die Schlagzeile in den öffentlichen Medien. Persönlich haben sich die Beiden nach der Veröffentlichung in einer Talkshow vor Millionen von Zuschauern gestellt.
Maite hat darüber gesprochen und im Publikum saß als Begleiter Ihr Ehemann Florent.

Das sich Paare trennen ist bei tauenden von Trennungen pro Jahr keine Seltenheit, ist täglich zu hören und wird neuerdings sogar öffentlich in den sozialen Medien geteilt.

Was jedoch den Unterschied ausmacht ist das wie.

Nach 12 Jahren Ehe berichtet Maite in der Sendung, mit Tränen in den Augen, von ihrer Trennung mit so viel Wertschätzung und voller Respekt für Ihren Ehemann.
Zitat:
„Wir haben uns die Liebe für uns als Eltern und Freunde erhalten, jedoch die Liebe als Mann und Frau haben wir verloren und uns auseinanderentwickelt. Wir möchten unseren Kindern mitgeben, dass Trennungen und der Trennungsschmerz Situationen sind, die zum Leben gehören und ich glaube Kinder können mit diesem Schmerz umgehen.“

Richtig, dachte ich.
Kinder können mit Trennungsschmerzen umgehen, dann wenn die Eltern sie mit ins Boot nehmen und ihnen die Wahrheit erzählen und sie nicht belügen.
Dann wenn Eltern sie in keine Situation zwingen sich zwischen ihnen entscheiden zu müssen.
Denn was Kinder ihren Eltern verübeln ist, wenn sie belogen werden. Wenn Eltern ihre Kinder im Glauben lassen sie hätten etwas mit der Trennung zu tun.

Das verursacht bei Kindern Schmerzen und zusätzlich fühlen sie sich auch verantwortlich für die Trennung ihrer Eltern.

Eine Trennung verursacht Trennungsschmerzen. Bei Paaren als auch bei den Kindern. Doch wenn sich Paare in Würde, mit viel Respekt und Wertschätzung trennen, honorieren das auch die Kinder.

Sobald jedoch die Würde, der Respekt und die Wertschätzung abhanden kommen und die Betroffenheit die Trennung torpediert und in Wut oder sogar in Hass umschlägt, dann wird es schwierig mit einer respektvollen Trennung.
Klären Sie die Punkte, die zur Trennung beigetragen haben.

• Wo Sie sich nicht mehr verstanden gefühlt haben, oder nicht mehr verstanden haben.
• Was zur Trennung geführt hat.
• Welche Dinge stimmten schon sehr lange nicht mehr.
• Wo haben Sie sich nur noch unwohl gefühlt.

Denn das Ende Ihrer Partnerschaft bedeutet nicht gleichzeitig im Bösen auseinander zu gehen.

Klären Sie gemeinsam die offenen Fragen und gehen Sie respektvoll und wertschätzend mit Ihrem/r Partner/-in um.

Ich wünsche Ihnen eine zufriedene Woche.
Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme