Sabine Lahme Kolumne – Angst und Paralyse

Sabine Lahme

Angst und Paralyse sind momentan die Themen welche allgegenwärtig sind.

Hier ist eine Airline, die in die Insolvenz geht und tauschende von Mitarbeitern im Unklaren lässt. Dort ein Terroranschlag, bei dem es zahlreiche Opfer gibt. In welcher Welt leben wir zurzeit?

Da ist es nicht mehr verwunderlich, dass viele Menschen Angst empfinden und wie paralysiert wirken.
Paralyse beschreibt die Bewegungsunfähigkeit, eine Lähmung, die es uns nicht mehr möglich macht in Bewegung zu kommen. Ein Zustand, bei dem wir vollständig die Möglichkeit verlieren zu handeln. Unser System ist außer Betrieb gesetzt. Es fühlt sich an wie ein kompletter Funktionsausfall.

Angst entsteht im Kopf, im Zwischenhirn.
Sie ist längst vorhanden, noch ehe wir wissen was gerade passiert.
Die Produktionsstätte der Angst nennt sich Amygdala. Diese ist ein Teil des Limbischen Systems.

An der Entstehung der Angst ist die Amygdala beteiligt und spielt ebenso eine wesentliche Rolle bei Wiedererkennung von Situationen und deren Analyse, sowie derer emotionaler Bewertung. Sie ist wichtig für unser Furcht- und Angstempfinden, unser Aggressionsverhalten, sowie lebenswichtiges als Warn – und Abwehrinstrument. Dazu kommt noch, dass jede unserer Hirntätigkeit mit einem Gefühl verbunden ist. Diese beide Funktionen, emotionaler Bereich und Handlung, lassen sich leider nicht trennen.

Im Normalfall stellt diese Funktion kein Problem dar. Doch wenn die Angst uns im Griff hat und plötzlich Herzrasen und Schweißausbrüche die Vorherrschaft bekommen wird die Angst zum Problem. Zittern, Atemnot und Übelkeit stellen sich in rasender Geschwindigkeit ein und die Angst hat uns im Griff. Aus der kleinen Amygdala wird plötzlich ein riesengroßer Alleinherrscher in unserem Kopf, der uns steuert.

Aus der Angst entsteht blitzartig die Angst vor der Angst.

Achten Sie auf sich und lassen Sie es nicht zu, dass die Angst Sie kontrolliert, oder die Paralyse Sie lähmt.
Sie fragen sich, wie das geht?

Machen Sie sich bewusst, Sie haben die Wahl, ob Sie sich von der Angst steuern lassen, von der Paralyse lähmen lassen oder sich für ein angstfreies und selbstbestimmtes Leben entscheiden.
Das ist ein bewusstes Handeln.
Sie bestimmen wofür Sie sich entscheiden.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche.
Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre Sabine Lahme