Sabine Lahme Kolumne – Macht und Ohnmacht

Sabine Lahme

Was schreibe ich diese Woche? Über Politik, den Dieselskandal oder den belasteten Hühnereiern?
Ich hatte keine Idee.

Da lief im Radio eine Diskussion zwischen einen Fußballtrainer und dem Moderator über die Ablösesumme eines Fußballspielers in Höhe von ca. 220 Millionen Euro. In dem Gespräch sagte der Befragte, ob nun 450 Millionen oder 220 Millionen, wo ist da noch ein Unterschied.

Ist das die Macht des Geldes fragte ich mich, oder macht mich alleine der Gedanke von 220 Millionen oder 450 Millionen Euro ohnmächtig?

Was ist der Unterschied zwischen Ohnmacht und Macht?

Ohnmacht ist Hilflosigkeit, ein Gefühl von „darauf habe ich keinerlei Einfluss“. Das kann wütend und zornig machen. Ohnmacht ist auch Angst, Paralyse, ein Gefühl von Lähmung bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Macht bezeichnet das Einwirken auf andere Personen oder Gruppen. Macht ist, Einfluss auf andere Menschen zu haben. Mittels ausgeübtem Druck und Zwang an das erwünschte Ziel zu gelangen.
Macht spielt in vielen zwischenmenschlichen Beziehungen eine Rolle. Sie tritt meist dann auf, wenn Menschen nicht auf Augenhöhe miteinander agieren.

Das Thema Macht, das uns auch ohnmächtig machen kann, finden wir jeden Tag.
Ob Dieselskandal, Eierdebatte, Spielertransfer oder Unwetterkapriolen.
Die Frage ist, was macht das mit uns und welchen Einfluss haben solche Geschichten auf unser Leben.

Wenn wir uns zu sehr von solchen Themen leiten lassen, dann hat uns das im Griff und übt Macht auf uns aus oder macht uns ohnmächtig.
Wenn wir jedoch selbst bestimmen, was wir uns ansehen und anhören, womit wir uns beschäftigen, dann übernehmen wir für uns selbst die Verantwortung und geben unsere Macht für unser Leben nicht ab.
Ich habe die Diskussion im Radio nicht bis zum Ende gehört, sondern den Sender gewechselt und Musik gehört.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche und passen Sie gut auf sich auf.
Ihre Sabine Lahme