Sabine Lahme Kolumne – Tod und Abschied

Sabine Lahme

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Erneut liegt eine Woche hinter uns.

Diese Woche war ich fassungslos, wie Menschen mit Tod, Trauer und dem Abschiednehmen umgehen.

Da ist zum Einen eine kleine Familie in England mit einem schwerkranken Kind, die vom Gericht angeordnet bekommen, wie sie sich als Eltern von ihrem Jungen verabschieden dürfen. Auf der anderen Seite steht ein renommierter Sternekoch im Schwarzwald vor dem beruflichen Aus, da es ihm nicht mehr erlaubt ist an den geliebten Herd zurückzukehren um sich in Ruhe von seinem Arbeitsplatz zu verabschieden.

Mir liegt es fern, das Urteil eines Gerichts zu beurteilen, oder den Konflikt zweier Alphamänner zu analysieren.

Mir geht es um die Humanität im Umgang mit Abschied, Trauer und dem Tod.

Einen Arbeitsplatz zu verlieren, ist durchaus mit viel Trauer als auch Wut verbunden, zumal, wenn der Arbeitsplatz nicht freiwillig aufgegeben wird. Einen geliebten Menschen durch einen Todesfall oder eine Trennung zu verlieren ist dramatisch, doch das eigene Kind durch den Tod zu verlieren, das ist mit Worten nicht zu beschreiben.

Ich finde, es steht niemanden zu, über Trauer, Tod und Abschiednehmen zu urteilen.
Das sind Phasen, die jeder Mensch in unterschiedlicher Art und mit verschiedensten Gefühlen durchlebt.

Vorgehensweisen wie die oben beschriebenen, erinnern mich an das Märchen „das kalten Herz“, von Wilhelm Hauff.
Darin geht, es in Kurzfassung, um das herzlose Streben nach Macht, Fülle und Wohlstand.

Übernehmen Sie Verantwortung, machen Sie Ihre Herz auf, unterstützen Sie Menschen im Umgang mit Trauer, Tod und dem Abschiednehmen.
Meist bedarf es dafür nicht vieler Worte, sondern dafür braucht es Empathie, Wärme und Herzlichkeit.
Kalte Herzen sind in solchen Prozessen unerwünscht.
Leben Sie jeden Tag so, als wäre heute der letzter Tag Ihres Lebens.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche und passen Sie gut auf sich auf.
Ihre Sabine Lahme